15.05.: Fragen und Antworten zum Schulstart am 18.Mai

Liebe Schülerinnen und Schüler, sehr geehrte Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,

für den Neustart des Unterrichts ab Montag in allen Jahrgangsstufen hat die Schulleitung versucht ein Konzept zu entwerfen, das unter den besonderen Bedingungen der König-Heinrich-Schule sowohl einen möglichst kontinuierlichen Unterricht als auch große Vorsicht mit Blick auf Belange des Infektionsschutzes umzusetzen versucht. Die ersten Reaktionen auf unsere Bemühungen waren sehr positiv, es zeigte sich aber auch, dass einige Fragen in den vergangenen Tagen mehrfach gestellt wurden und offenbar besonders drängen. Deshalb sind hier für Sie einige dieser Fragen mit Antworten als offener Brief an das Kollegium gesammelt.

Frage: Warum wird in einem Schichtbetrieb mit Früh- und Spätschicht unterrichtet?

Da keiner der Klassenräume in den beiden Sternen ein Waschbecken besitzt, können wir am Gebrüder-Seibel-Ring nur in insgesamt 10 Räumen im Querbau unterrichten. Je Stern ist ein Raum mit dem Flurwaschbecken nutzbar, so dass ggf. Fremdsprachgruppen geteilt werden können. Dies bedeutet, dass zwei Klassen sich einen Klassenraum teilen müssen. Hinzu kommt, dass die meisten Klassenräume im Querbau unter Einhaltung der Abstandsregel nur etwa 12 Schüler maximal aufnehmen können. Würden wir tageweise unterrichten, könnte nach Klassendrittelung jeder Schüler nur jeden sechsten Tag unterrichtet werden. Hinzu kommt, dass unsere Mensa derzeit noch nicht genutzt werden darf. Somit wäre maximal Unterricht für sechs Schulstunden jeden sechsten Tag möglich. Das Schichtsystem ermöglicht für die Klassen 5-9 vier Stunden Unterricht an jedem dritten Tag.

Frage: Wie geht die Schule mit Problemen bei der Busbeförderung um?

Die Busbeförderung ist für Schülerinnen und Schüler der Frühschicht weitgehend unproblematisch, da nach der vierten Stunde eine Betreuung für diejenigen Schüler eingerichtet wird, die auf den Bus warten müssen und keine andere Möglichkeit der Beförderung haben. Problematischer ist das Schichtsystem für die Spätschicht, da aus einigen Regionen die Schule mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur mit zeitraubender Anfahrt um 12h erreicht werden kann. Wir werden in der zweiten Schulwoche, d.h. ab dem 27.5., eine Evaluation durchführen, die eine Einschätzung dieser Schwierigkeiten erleichtern soll und Möglichkeiten der Rückmeldung bietet. Zudem besteht in Einzelfällen die Möglichkeit, früh an die Schule zu fahren und an der Schule an einem Arbeitsplatz (z.B. in der Mediothek) bis 12h zu arbeiten.

Frage: Welche Hygienestandards werden von den Schülern und Kollegen ab Montag erwartet?

Den Schülern geht in diesen Tagen über die Klassenlehrer zusammen mit dem Stundenplan ein Informationsblatt zu den wichtigsten Hygienestandards zu, das am ertsen Unterrichtstag auch als Selbstverpflichtung zu unterzeichnen ist. Es sind hier vor allem der Mindestabstand, das regelmäßige Händewaschen sowie das Tragen einer MNB festgeschrieben. Letztlich hängt es von der Umsetzung durch die Kollegen ab, wie konsequent diese Regeln im Alltag umgesetzt werden können. So wäre es ein wichtiges Vorbildverhalten, wenn auch die unterrichtenden Lehrkräfte sich zu Beginn jeder Doppelstunde die Hände waschen würden.

Frage: Wie sind Pausen und Toilettenbenutzung geregelt?

Wie aus dem Organisationsplan in der Mail vom 14.5. zu erkennen ist, werden die Pausen zeitversetzt durchgeführt, damit der Kontakt der Schüler möglichst vermieden wird. Im Hauptgebäude ist jeder Schülergruppe ein eigener Pausenbereich zugewiesen. Am GSR sind gleichzeitig jeweils eine Schülergruppe pro Jahrgang 5/6/7 oder 8/9 auf dem Hof. Der unterrichtende Lehrer geht mit den Schülern auf den Hof und behält diese Gruppe von etwa 10 Schülerinnen und Schülern im Blick. Toilettenmgänge sollten grundsätzlich bei der Lehrkraft angemeldet werden (auch in den Pausen), damit eine Sammlung von Schülern vor der Toilette vermieden werden kann. Insbesondere bei Pausenbeginn und bei Unterrichtsschluss sollte darauf geachtet werden, dass die Schülergruppen nacheinander aus dem Gebäude entlassen werden. Es ist dabei ausdrücklich erlaubt, Schüler nacheinander aus dem Unterricht zu entlassen oder den Unterricht einige Minuten eher zu beenden.

Frage: Gibt es regelmäßige Reinigungen der Klassenräume?

Alle Klassenräume, die sowohl in der Frühschicht als auch in der Spätschicht genutzt werden, erfahren eine Zwischendesinfektion aller Oberflächen, Türknäufe etc. Nach Unterrichtsende werden alle Räume dann komplett gereinigt und desinfiziert. An jedem Klassenraum ist für die Absicherung ein Schild angebracht, das nach vierstündiger Klassenraumnutzung auf „rot“ gestellt wird (=Klassenraum wurde benutzt); nach der Zwischendesinfektion und nach der Reinigung wird dieses von den Reinigungskräften auf grün gewendet (=Klassenraum ist desinfiziert).

Frage: Wie gehen wir mit Schülern um, die sich nicht an die Hygieneregeln halten?

Grundsätzlich dürfen Schüler*innen, die nicht die Bereitschaft zeigen, sich an die Hygieneregeln zu halten, auch nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Dies sollte den Schülern klar vermittelt werden verbunden mit dem Hinweis, dass die Infektionsgefahrenlage einen längeren Ermahnungsprozess nicht zulässt. In kritischen Fällen sollte die Schulleitung sofort informiert werden, damit ggf. ein Verweis vom Präsenzunterricht für längere Zeit ausgesprochen werden kann.

Ebenso vom Unterricht auszuschließen sind Schüler*innen, die trotz deutlich erkennbarer Erkältungssymptome am Unterricht teilnehmen.

Frage: Welche Rolle spielt von jetzt an das Homeschooling?

Grundsätzlich gilt die Regel, dass alle Fächer, die aktuell nicht im Präsenzunterricht unterrichtet werden, Lernmöglichkeiten bieten sollen, damit eine kontinuierliche fachliche Arbeit unterstützt werden kann. Gefordert sind hier insbesondere diejenigen Lehrkräfte, die aus unterschiedlichen Gründen derzeit nicht oder kaum im Präsenzunterricht eingesetzt werden konnten. Dem Klassenlehrer kommt die Aufgabe zu, sich einen Überblick über die jeweilige Aufgaben- und Belastungssituation einer Klasse zu verschaffen und ggf. auftretende Über- oder Unterforderung an die unterrichtenden Kollegen zurück zu melden. Diese Aufgabe kann allerdings auch sinnvoll an einen Kollegen übertragen werden, der nicht im Präsenzunterricht eingesetzt ist. Sollte eine Klärung dieser Zuständigkeit nicht möglich sein, bitte ich um eine Rückmeldung an die Schulleitung.

Ich hoffe, dass zumindest einige der anstehenden Neusortierungen durch meine Antwortversuche unterstützt werden können und freue mich über Rückmeldungen und Anregungen,

mit herzlichen Grüßen,

ThNeumark


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