Idee der Hessischen Europaschulen ist es, Kinder, Jugendliche sowie junge Erwachsene von der europäischen Einigung zu begeistern und sie zu befähigen, sich in Europas Vielfalt und dem globalen Studien- und Arbeitsmarkt zurechtzufinden. 34 Schulen verschiedenster Schulformen und das Studienseminar für berufliche Schulen in Gießen arbeiten zurzeit im Schulentwicklungsprogramm „Hessische Europaschulen“ des Landes Hessen mit.

Programmbereiche

Die Europaschulen orientieren sich mit ihren Vorhaben und Programmen sowie mit ihren zahlreichen Austausch- und Begegnungsprojekten (jährlich ca. 800 Projekte mit rund 340 Partnerschulen weltweit) an den folgenden Programmbereichen, die in regelmäßigen Abständen überprüft und weiterentwickelt werden:

  • Europäische Dimension und Interkulturelles Lernen

  • Individualisiertes Lernen und Unterrichtsentwicklung

  • Schulmanagement und Qualitätssicherung

  • Know-How-Transfer und Außendarstellung

Ziele für das Jahr 2020

Die Hessischen Europaschulen und das Europa-Studienseminar setzen sich sechs Ziele für die Programmarbeit bis zum Jahr 2020. Sie

  • machen europäische Identität und Europa als Wertegemeinschaft erfahrbar und gestaltbar,

  • beziehen Anforderungen des Lebens und Arbeitens in Europa in die Bildungsarbeit mit ein,

  • implementieren kompetenzorientierte Beratung und Bewertung,

  • lernen miteinander und voneinander,

  • arbeiten im Sinne eines modernen Schulmanagements mit entsprechender Qualitätssicherung,

  • entwickeln und verankern ein Konzept für die Außendarstellung und den Know-How-Transfer.

Die Ziele sind mit den vier Programmbereichen verzahnt und mit Kriterien und Indikatoren so konkretisiert, dass die Umsetzung in den Schulen überprüfbar erfolgen kann.

Selbstverständnis

Für das Selbstverständnis der Hessischen Europaschulen gilt:

  • Lehrer-, Schüler- und Elternschaft übernehmen Verantwortung für sich selbst und andere; sie leben Respekt und Offenheit gegenüber der eigenen wie den anderen Kulturen in Europa und der Welt,

  • Europaschulen ermöglichen im schulischen Alltag ihren Schülerinnen und Schülern, durch demokratische Teilhabe, Mitgestaltung und Dialogbereitschaft aller Beteiligten, ihre individuelle und kollektive Identität zu entwickeln,

  • Projekt- und handlungsorientierte Unterrichtsformen sind vorrangiges Prinzip, sie werden regelmäßig reflektiert und evaluiert,

  • Transparenz, Kommunikation und Kooperation innerhalb der Schulgemeinde und nach außen sind Voraussetzungen der pädagogischen Arbeit.

(https://kultusministerium.hessen.de/schule/europa-und-internationales/europaschulen)

 

Die KHS nimmt seit 1998 am hessischen Schulentwicklungsprojekt "Europaschulen" teil.

  • Die hessischen Europaschulen fördern ihre Schüler und Schülerinnen besonders in drei Lernbereichen:
    • Interkulturelles Lernen durch Austausch
    • Vielfältiges Sprachenangebot
    • Selbstständigkeit und Nachhaltigkeit des Lernens.
  • Die Schüler sollen dadurch in ihrer Entwicklung zu selbstbewussten, leistungsfähigen und informierten deutschen und europäischen Bürgern gefördert werden.
  • Europaschulen erhalten für diese Arbeit besondere Fortbildungsangebote sowie eine jährliche finanzielle Sonderzuwendung für Personal- und Sachkosten.
  • Sie müssen über ihre Arbeit jährlich Rechenschaft vor der Steuerungsgruppe der Europaschulen und der wissenschaftlichen Begleitung ablegen.

 

Was ist eigentlich „Erasmus plus“?

Das Programm „Erasmus plus“ ist vor allem ein EU-Bildungsprogramm für die Jugend, das den europäischen Gedanken weitertragen möchte. Ziele sind das interkulturelle Lernen sowie die Verknüpfung von Lerninhalten, -methoden und –kompetenzen, wie sie in den jeweiligen Partnerschulen vermittelt werden.

„Erasmus +“ zählt wie die (früheren) „Comenius-Schulpartnerschaften“  zu den sogenannten „Strategischen Partnerschaften“, die außer der EU auch der „Pädagogische Austauschdienst“  als nationale Agentur durch Vertragsabschluss mit der entsprechenden Schule unterstützt.

Im Gegensatz zum „Comenius-Projekt“, das ganze Schülergruppen fördert, bietet „Erasmus +“ zusätzliche Kurz- und Langzeitmobilitäten für einzelne Schüler.

 Was bedeutet die Teilnahme unserer Schule an „Erasmus plus“ nun für euch Schülerinnen und Schüler?

Ihr habt die große Chance, in der E- Phase, bei besonderem Wunsch aber auch in der Q-Phase im Winterhalbjahr drei Monate in Padua in einer italienischen Gastfamilie zu leben und am Unterricht unseres Austausch- Gymnasiums vor Ort teilzunehmen, dabei Italienisch (und Spanisch) zu lernen, in eine andere Kultur einzutauchen, Selbstständigkeit zu erproben, selbstbewusster, offener und weltgewandter zu werden und, vor allem, neue Freundschaften zu knüpfen, die durchaus ein Leben lang halten können.

 Unsere italienische Partnerschule in der wunderschönen, beeindruckenden Stadt Padua heißt „Istituto di Instruzione Superiore Pietro Scalcerle“und ist als solche auch im Internet zu finden. 

Ihr würdet, selbstverständlich. im Frühjahr des folgenden Jahres für ebenfalls drei Monate euren Gegenbesuch aus Italien empfangen.

Wieso Padua?

Im vergangenen Jahr hat uns unsere aus dem Netzwerk bekannte italienische Schule in Padua auch zur Teilnahme an „Erasmus +“ eingeladen. Diese Einladung haben wir sehr gern angenommen, denn es bestehen schon lange Freundschaften zwischen Schülern, Lehrern und den beiden Direktoren. Unsere italienischen Austauschschülerinnen und -schüler lernen auch in Italien schon in der Schule Deutsch. Leider ist es bei uns (noch) nicht möglich, Italienisch als Unterrichtsfach zu belegen. Ihr werdet aber, bevor ihr nach Padua geht, an einem Italienisch-Sprachkurs teilnehmen, der sogar von der EU finanziert wird.  

Eine Schule in Madrid wird hinzukommen

In der nächsten Austauschphase (2016/2017 und 2017/2018) wird auch ein Gymnasium aus Madrid am „Erasmus +“-Projekt mit uns teilnehmen. Diese Schule heißt I.E.S. José Saramago Arganda Del Rey Esund war bereits die spanische Partnerschule unseres Gymnasiums in Padua. Auch sie ist im Internet zu finden.

In dieser nächsten Phase des Projektes sollen also zwei Schüler aus Fritzlar nach Madrid entsandt werden. Außerdem wird die spanische Schule eine Deutsch-AG einrichten für die beiden Schüler, die aus Madrid zu uns kommen werden. Bisher ist Deutsch in Spanien fast nirgends Unterrichtsfach.

Gerhold Madrid

Oben von links nach rechts:  Rita Gerhold ( Fritzlar), der Schulleiter José Fernández Medina, der Stellvertreter Javier Valverde Cabrero,  María Teresa Nuño; Mara Faggin (Padua) und Ulrike Kleiner; unten links: Ana Taboda Sánchez

Welche Lehrerinnen und Lehrer nehmen am Projekt teil?

Dieses Jahr im Mai trafen sich vier Lehrerinnen in Madrid, um die Erweiterung des Austausches zwischen Fritzlar und Madrid endgültig zu beschließen. Das waren Frau Faggin aus Padua, Frau Taboda aus Madrid und Frau Kleiner und Frau Gerhold aus Fritzlar. Frau Hellmerichs und Frau Maggia (Padua) waren leider verhindert, haben aber in den Monaten zuvor entscheidend zur Realisierung des Projektes beigetragen. Hauptverantwortliche  für „Erasmus +“ sind Frau Taboda, Frau Faggin und Frau Gerhold. Für das Netzwerk wird weiterhin Herr Dias zuständig sein. Unsere spanische Schule wird aber leider erst einmal nicht am Netzwerk teilnehmen können, da sie als Hauptstadt-Schule so viele andere Projekte durchführt, die sie erst zu Ende bringen möchte. (Die Laufzeit für EU-Projekte dieser Art betragen in der Regel zwei Jahre. Nach zwei Jahren muss ein neuer Antrag gestellt werden.)

Die beiden Direktoren, die sich mit Herrn Dr. von Nathusius gemeinsam sehr für das Projekt engagieren, heißen Herr Pavanini (Padua) und Herr Fernández (Spanien).

 

 

Verpasse ich Lernstoff, wenn ich nach Padua gehe?

Diese Frage stellen sich alle Schüler, auch, wenn sie so mutig sind, am Austausch teilzunehmen. Natürlich verpasst man Lernstoff. Die Frage ist nur, ob man ihn nicht aufholen kann und was man andererseits dazulernt. Was ist wichtiger – die persönliche Entwicklung, die Chance und Zeit, ein anderes Land kennenzulernen oder der eine oder andere Punkt mehr in einem bestimmten Fach für einen Moment? Engagierte Schüler werden einen Weg finden, ohne, dass sie gleich ein Schuljahr wiederholen müssen. Man besucht ja auch in Padua die Schule und sollte in jener Zeit auf Freunde oder Kursteilnehmer/innen in Deutschland zählen können, die Aufgaben aufschreiben und, z.B., Inhalte (in der Form von Nachhilfe) nach dem Austausch vermitteln können. Dadurch lernen jene ja auch dazu. Vielleicht können auch die Eltern helfen. Drei Monate sind keine Ewigkeit, und dazwischen liegen die Weihnachtsferien und das Ende des Schuljahres, was einem ermöglicht, den Kontakt  zu den Lehrerinnen und Lehrern zu suchen. Das könnt ihr, übrigens, auch schon vorher, über Email. Wer begeistert ist, wird schneller arbeiten und lernen.

 (Fotos über das Projekt sind demnächst in einem Fotoalbum Frau Gerholds einsehbar. Bitte nachfragen! So müssen sie nicht öffentlich ins Netz gesetzt werden, falls manche lieber anonym bleiben wollen.  Wichtige Nachrichten über das Projekt erscheinen demnächst auf dieser Homepage.)

(Text: R. Gerhold, 22. 07. 2015)


Die Netzwerkgruppe von 2015.

 

Das multinationale Schul-Partnerschafts-Netzwerk besteht seit einigen Jahrzehnten. Es verbindet und verband in wechselnder Zusammenstellung Schulen aus der gesamten EU.

Für die König-Heinrich-Schule als Europaschule ist das Netzwerk von herausragender Bedeutung, denn es sorgt dafür, dass im kleinen schulischen Rahmen Europa ein wenig mehr zusammenwächst.

Ähnlich einem klassischen Schüleraustausch, sind die SchülerInnen einmal Gastgeber und einmal Gast. Ein Unterschied zum „normalen“ Austausch resultiert aus der grundsätzlichen Anlage des Netzwerks. Multinational bedeutet, dass in einer Austausch- bzw. Projektwoche im Idealfall mehr als zwei Nationen auf einander treffen und gemeinsam an Projekten arbeiten.

Die Projektwochen werden jeweils von der gastgebenden Schule gestaltet. Themen der letzten Jahre waren Kulturelles Erbe, Nachhaltigkeit, der ökologische Fußabdruck, Märchen u.vm.  Ähnlich der Arbeit in multinationalen Unternehmen arbeiten die SchülerInnen in ihren internationalen Teams auf ein Ergebnis hin, das am letzten Abend der Woche vorgestellt wird. Ergebnisse können Vorträge, Präsentationen, Verkostungen, Trick-Filme, Musicals und Theaterstücke sein. Die Arbeitssprache ist Englisch.

Eine typische Projektwoche beginnt mit der Ankunft der Gäste am Samstagabend. Den Sonntag verbringen die SchülerInnen mit ihren Gästen in den Gast-Familien. Der Montag steht im Zeichen des Kennenlernens. Kennenlernen der übrigen Gäste und Gastgeber, Kennenlernen der Schule und der Stadt. Meist wird eine Rallye durch die Stadt schon mit ersten Aufgaben für die zu bearbeitenden Projekte verknüpft. Dienstag, Donnerstag und Freitagvormittag wird an den Projekten gearbeitet. Am Mittwoch gibt es zu den Themen der Woche passende Ausflüge zum Beispiel nach Frankfurt. Die Woche findet ihren krönenden Abschluss im Farewell-Evening am Freitagabend. Der Samstag ist Abreisetag.


Fachschaft Englisch

  • Englandfahrt im Jahrgang 8

In jedem Schuljahr bietet die Englisch-Fachschaft für interessierte Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8 eine sechstägige Landeskundefahrt nach England an. Zielort ist die Küstenstadt Herne Bay in der Grafschaft Kent, von wo aus Tagesfahrten u.a. nach London und Canterbury durchgeführt werden.

Ziel der Fahrt ist es, unseren Schülerinnen und Schülern einen Einblick in das englische Alltagsleben zu ermöglichen und ihnen eine Gelegenheit zu geben, ihre bisher erworbenen Englischkenntnisse im Zielland anzuwenden (Niveaustufe A2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens). Aus diesem Grund erfolgt die Unterbringung auch in Gastfamilien.

Ein möglicher Fahrtablauf könnte wie folgt aussehen:

1. Tag: Abreise und Ankunft in Herne Bay

2. Tag: Erkundung von Whitstable/Herne Bay, Reculver Castle (Stadtrundgang, Strandwanderung)

3. Tag London (Bootsfahrt auf der Themse, Stadtrundgang, Workshop im Globe Theater)

4. Tag Tagesausflug Dover Castle/Broadstairs

5. Tag: Canterbury (z.B. Besuch der Kathedrale, Stadtrundgang, Canterbury Tales), Rückfahrt

6. Tag: Ankunft in Fritzlar (etwa 6 Uhr morgens)

     

 

Fachschaft Latein

  • Die Fachgruppe Latein fährt mit ihren Lerngruppen in der Jahrgangsstufe 7 ins Pompejanum nach Aschaffenburg und in der Jahrgangsstufe 8 in den Archäologischen Park nach Xanten.
  • Als freiwillige Fahrt bieten wir in der E-Phase eine 6- bis 7tägige Fahrt nach Rom an. Alle diese Fahrten sind auch Europaschulprojekte.

 

Fachschaft Französisch

Mittelstufe:

  • Schüleraustausch mit dem Collège Les Fontainettes in St.-Aubin-en-Bray in der Picardie in der Jahrgangsstufe 8/9

Oberstufe:

  • Studienfahrt nach Straßburg („Europaschulfahrt“) in der E-Phase

Straßburg bietet sich als ideales Reiseziel an, da die europäischen Institutionen, das Regierungsviertel, der Sender ARTE, das Münster und das ehemalige Konzentrationslager „Natzweiler-Struthof besichtigt werden können. Reizvoll ist es, Geschichte und Politik auf diese Weise am „Puls der Zeit“ zu erleben.

 

Fachschaft Spanisch

  • Studienfahrt in der Q1
  • Angebote für die Mittelstufe sind noch in der Planungsphase

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Tel.: 05622 996980
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