Diesen Mai haben sich einige Schülerinnen und Schüler der E-Phase, auf eine dreitägige Reise zu iherer Selbst begeben. Angeleitet durch Herrn Engewald sowie Herrn Dr. Pujiula, von der Schulseelsorge der KHS, traten wir dieses Abenteuer an.
Erster Programmpunkt des Tages ist die Selbstreflektion. „Reflektiere dich anhand von Fragen eines Selbsttestbogens und werte diesen aus“. Fleißig waren alle mit dieser Aufgabe beschäftigt, zu verschriftlichen wie ein Bogen sie einschätze. Überrascht und überwältigt von den Ergebnissen gingen wir in den Austausch, wobei aufgefallen ist, dass viele genau das Gegenteil erwartet hatten, als jenes Ergebnis, dass sie wirklich hatten.
Eine Aufgabe, welche sich über die ganzen Tage strecken sollte, war es, einen Briefumschlag einzurichten, welcher es möglich machte, anderen etwas Nettes auf einen Zettel zu schreiben und diesen dort einzuwerfen. Danach ging es weiter mit einer Aufgabe die sich interessanterweise nicht nur auf einen Selbst beschränkt hat, sondern es galt Teamarbeit. Jeder von uns bekam ein unscheinbares Stück Holz. Dieses entpuppte sich als Glied einer Murmelbahn. Und uns ist schnell aufgefallen, das jedes davon wichtig auf die eigene Art und Weise ist. Allesamt standen wir in einer Reihe und hielten die Glieder der Murmelbahn geschickt und manchmal weniger geschickt aneinander, sodass es die Murmel bis in den Eimer schaffte.
Nach einer langen Mittagspause folgte der letzte Programmpunkt des Tages. Aufgabe bestand darin eine sogenannte „Ich-Kiste“ zu gestalten. Es wurden uns Zeitschriften, Kleber, buntes Papier und Stifte aller Art bereitgestellt. Hierbei wurde man also damit konfrontiert, gezielt nach der Art seiner eigenen Person, sich in Form eines Kartons bunt darzustellen. Der erste Tag neigte sich dem Ende. Später Abends um 22 Uhr, gab es einen gemeinsamen Tagesabschluss in Form eines Sitzkreises mit Kerzen in der Mitte.
Am zweiten Tag haben wir uns alle morgens um viertel vor 8 getroffen um Qigong zu machen. Später nach dem Frühstück haben wir uns wieder getroffen um den sogenannten Solo-Spaziergang zu machen. Das bedeutet, dass wir in Abständen alleine eine markierte Route durch den Wald gelaufen sind und dabei Fragen, die auf Schildern standen beantwortet haben, um uns näher mit uns selbst zu beschäftigen. Das hat allen gut gefallen. Am Nachmittag haben wir eine Gruppenaufgabe gehabt, die „Reise ins gelobte Land" hieß. Dabei haben wir uns mit verbundenen Augen wie bei einer Polonaise aneinander festgehalten. Einer von uns konnte sehen und hat den Weg
über das Gelände des Jugendhofs beschrieben, den wir laufen sollten ohne etwas sehen zu können. Abends haben wir alle zusammen Stockbrot gemacht und als Abschluss in einem Raum mit Kerzenlicht den Tag reflektiert. Danach durften wir auf unseren Zimmern den Tag ausklingen lassen.
Am letzten Tag haben wir noch einmal zusammen reflektiert, was wir in den letzten drei Tagen alles erlebt und erreicht haben. Wir haben die Umschläge geöffnet, die wir am 1. Tag eingerichtet haben, worin viele Komplimente der anderen waren mit Dingen, die uns schätzen. Es war sehr schön das zu lesen und auch die Reaktion der anderen darauf zu beobachten. Bevor wir zurück zum Bahnhof gelaufen sind, saßen wir im Sitzkreis und haben anonym Dinge, die wir an der Person wertschätzen geschrieben und umgehen lassen (wir haben es auf eine aufgedruckte Weinrebe geschrieben, sodass für jeden Platz war). Am Ende hatte jeder eine volle Weinrebe mit Komplimenten der anderen. Zuletzt haben wir noch drüber gesprochen, was wir alles aus dieser Woche mitnehmen wollen, und haben uns verabschiedet. Anschließend sind wir runter zum Bahnhof gelaufen und hatten uns drei Tage erfolgreich „orientiert“.
Paula-Sophie Schröder