Nadeshda heißt Hoffnung

Besuch aus Belarus

Nadeshda - Zentrum der Hoffnung

Wir, die zehnten Klassen der KHS, hatten am 11.11.2009 die große Ehre, Bekanntschaft mit Wjatscheslaw Makuschinskij, dem Leiter des Kinderzentrums Nadeshda, und seiner Mitarbeiterin und Dolmetscherin Astrid Sahm zu machen. Nach der Kernreaktorexplosion vom April 1986 im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl wurden große Teile der Ukraine und insbesondere des angrenzenden Weißrusslands verstrahlt.

Hunderttausende Menschen wurden in der Folge umgesiedelt, 485 Orte verschwanden von der Landkarte und selbst zum Zeitpunkt des Unglücks ungeborene Kinder haben bis heute mit den Folgen dieser schrecklichen Katastrophe zu kämpfen, da sie insbesondere durch die Nahrungskette die Radioaktivität weiterhin aufnehmen und so unter einer Reihe von Erkrankungen, wie etwa Atemwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen leiden. So haben sich vor 15 Jahren weißrussische und deutsche Helfer zusammengeschlossen, um den 280.000 in verstrahlten Regionen lebenden Kindern mit einem Erholungs- und Rehabilitationszentrum zu helfen. Die Schwerpunkte des 24-tägigen Aufenthalts in Nadeshda, was auf Deutsch "Hoffnung" bedeutet, bilden die medizinische, psychologische und pädagogische Unterstützung der Kinder. Durch die Aufnahme gesunder, nicht verstrahlter Nahrung wird die Strahlenbelastung des Körpers erheblich reduziert, zudem lernen die Kinder, wie sie sich in Zukunft in ihrer Heimat zu verhalten haben, um ihre Gesundheit nicht zusätzlich - etwa durch den Verzehr von Waldpilzen - zu gefährden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschließend bedankten sich die Gäste herzlich für die bisherige Unterstützung des Projektes durch die KHS und wünnschten uns allen das Beste für die Zukunft. Für uns war es ein hochinteressanter Vormittag, vielen waren zuvor die Ausmaße und die Folgen der Tschernobyl-Katastrophe nicht bewusst.

Von Lukas Becker, Katharina Hofmann, Nadja Loch und Isabelle Löwer

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