TOA

Eine faire Lösung ist schwer - spannender Ethikunterricht am Freitagnachmittag

Am Nachmittag des 13.März nahmen Sabine Schlegel, Theologin und Mediatorin der Jugendkonflikthilfe (Juko) und Carolin Krause, Studentin und Praktikantin, den langen Weg von Marburg nach Fritzlar auf, um den Schülerinnen und Schülern der Ethikkurse im Jahrgang 13 eine andere Möglichkeit der Konfliktbewältigung vorzustellen.

 

Als außergerichtliches Verfahren richtet sich der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) an die Betroffenen von Straftaten, also Schädiger wie Geschädigte. "Wir verhelfen dazu", so Frau Schlegel, "dass sich beide Parteien, also Opfer und Täter, auf Augenhöhe begegnen, um ihre Standpunkte dem jeweils anderen darzulegen und eine Einigung zwischen den Beteiligten zu erzielen." Es gehe darum, dass Bedürfnisse sichtbar gemacht würden, um einen zukünftigen konfliktfreien Umgang miteinander zuzulassen.

 

Wie versprochen, erhielten die Kurse eine "praxisnahe und echte" Unterweisung. Frau Schlegel schilderte spannend "klassische Fälle" aus Kirmesschlägereien oder Nachbarschaftskonflikten und legte eindrucksvoll dar, dass der TOA einen Beitrag zur außergerichtlichen Einigung leisten kann, auch wenn die Chancen einer Lösung anfänglich nahezu aussichtslos erscheinen.

 

"Eine faire Lösung ist schwer", berichtet sie. Die hohe Erfolgsbilanz zeigt dennoch, dass es sich lfür beide Parteien lohn, mit Frau Schlegel und ihren Kollegen in einen Diskurs zu treten.

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