Internationales Seminar am Edersee

Ein Erfahrungsbericht von Alia und Kristin (Jg. 10)

Am Sonntag, dem 20.01. 2019, fuhren wir, acht Schüler der KHS:


Lea Stracke (10D), Jolina Vaupel (10D), Ann Christin Hofmann (9C), Stefano
Altenbrand (9C), Luke Becker (9B), Christoph Schüte (9C), Alia Winkler
(10C) und Kristin Kothe (10D), zu einem viertägigen internationalen
Seminar an den Edersee. Dort trafen wir zusammen mit 24
niederländischen und 17 Schülern der Edertalschule aus Frankenberg.
Wir hatten die Möglichkeit, ein Mathe-/Technik-, ein Naturwissenschafts- oder
ein „Story-writing-“ Seminar zu besuchen. Um unsere englischen
Sprachkenntnisse zu verbessern und neue Kontakte knüpfen zu können,
wurden die Zimmer immer gemischt mit deutschen und niederländischen
Schülern bezogen.
Das Seminar fand täglich vormittags von ca. 9 bis 12 Uhr statt. An
einigen Tagen wurde auch am Nachmittag in den Workshops
gearbeitet.
In Mathe-/Technik- Seminar beschäftigte man sich mit anspruchsvollen
Matheaufgaben (z.B. Känguru-Wettbewerbe). Des Weiteren bastelte
man mathematische Spiele, z.B. hat man den Turm von Hanoi
nacherstellt und baute in Kleingruppen batteriefahrende Autos. Beim
Bauen der Autos durfte man grundsätzlich nur Materialien aus dem Wald
und zusätzlich ein Set mit Reifen, Motor und Propeller verwenden. Es entstanden sehr unterschiedliche Konstruktionen.

 
 

Lösen von Anwendungsaufgaben mit Hilfe

eines CAS-Rechners


Beim Story-writing-Seminar lernte man, sich von verschiedenen Eindrücken und Objekten
inspirieren zu lassen. Die Teilnehmer gingen raus in die Natur und
schossen Fotos von Gegenständen, die sie inspirierten, erklärten Dinge,
ohne deren Namen zu benutzen, oder vervollständigten einen Krimi-Anfang
(vom Spiel „black stories“). Jeder Schüler hatte außerdem die
Möglichkeit, seine ersten Überlegungen der eigenen Geschichte mit den
begleitenden Lehrern aus den Niederlanden durchzusprechen, um
zusätzliche Ideen und Überlegungen einzubringen bzw. seinen Entwurf zu
überarbeiten. Schließlich konnten man seine Ideen in Form von
Geschichten, Bildern oder auch in einem Film darstellen.


Im Science-Seminar wurden die Themen Chemie, Biologie und
Erdkunde behandelt. Die Gruppe wanderte, geführt von einem Ranger
mehrfach durch den Kellerwald und ging in den Tierpark Edersee. Des
Weiteren nahmen sie Wasser- und Bodenproben und untersuchten diese
mit verschiedenen Mitteln. Sie lernten viel über die Gegend rund um den
Edersee kennen und sammelten, trotz der Kälte, viele neue Erfahrungen.


Neben den Workshops haben wir zusammen viele Ausflüge und
Spaßaktionen gemacht. Beispielsweise haben wir bereits am ersten
Abend gemeinsam Spiele wie Skippo, UNO und Werwolf gespielt, um
uns gegenseitig kennenzulernen. Wir wurden von Schülern aus
Frankenberg in deren Stadt herumgeführt und gingen anschließend
bowlen. Außerdem besuchten wir die Edertalsperre inklusive des
Museums. Wir wanderten auch ca. zweieinhalb Stunden durch den
Kellerwald, wo wir in zwei Gruppen von zwei erfahrenen Rangern
herumgeführt wurden.

 

Abends spielten wir Tisch- oder Kartenspiele,
schauten gemeinsam einen Film oder veranstalteten einen Karaoke- und
Tanzabend. Die drei verschiedenen Schulen mischten sich dabei gut
untereinander durch und wir lernten neue Leute kennen. Jeder von uns
sammelte viele neue Erfahrungen und hatte viel Spaß in den vier Tagen.
Als sich das Seminar dem Ende zuneigte, besuchten uns der Schulleiter der
Edertalschule und unser Schulleiter, Herr Dr. von Nathusius. Beide
hörten uns Schülern bei den Abschlusspräsentationen aufmerksam zu
und hielten dann jeweils selbst eine kurze Rede, mit denen sie viel
Eindruck bei uns und den teilnehmenden Lehrkräften schafften.


Wir beide fanden das Seminar sehr gelungen, auch wenn das Wetter oft
nicht unseren Wünschen entsprach, da es sehr, sehr kalt war. Mit zwei
großen Gruppenräumen war die Jugendherberge Vöhl, Asel gut für das
Seminar ausgestattet.

 

Wir lernten viele neue Leute kennen, wie z.B.
unsere Zimmer-Kameradinnen aus den Niederlanden. Die meisten
Schülerinnen und Schüler verstanden sich mit allen sehr gut und hatten
zusammen viel Spaß. Wir hoffen, dass einige Kontakte noch länger
bestehen bleiben. Das Seminar brachte uns auch außerhalb der
Workshops viel bei und wir konnten unsere Englischkenntnisse unter
Beweis stellen. Es war interessant, außerhalb des Englischunterrichts
die Sprache zu verwenden. Wir können die Teilnahme am Seminar auf
jeden Fall weiterempfehlen.


Von Alia Winkler (10C) & Kristin Kothe (10D)

 

Nachtrag: Das Internationale Seminar hat in den vergangenen zehn Jahren in der Nähe von Liverpool stattgefunden. Die KHS hat stets mit vier bis acht Schülerinnen und Schüler daran teilgenommen. Weitere Schülerinnen und Schüler kamen aus Frankenberg, Liverpool, den Niederlanden, Portugal und Belgien.

Leider musste sich die englische Schule aus finanziellen Gründen aus dem Projekt zurückziehen. Kurzfristig haben die Partnerschulen aus Drachten (NL), Frankenberg und Fritzlar das Seminar an den Edersee verlegt, mit einem ansprechenden Programm. Geplant ist die Fortführung des Internationalen Seminars in 2020 und die Einbindung weiterer europäischer Schulen. (Dl)

 

 

Zusätzliche Informationen