„Schifoan“ und vieles mehr in Berchtesgaden 2017

Vor einer beeindruckenden Winterkulisse fand vom 9. bis 17. Januar die Skifreizeit des Jahrgangs 7 der KHS in Berchtesgaden/Schönau am Königssee statt. Skiunterricht, Wanderungen, Erkundungen vom Berchtesgadener Land standen unter anderem auf dem abwechslungsreichen Programm der diesjährigen Fahrt.

Wie in weiße Decken gehüllte Wiesen, verschneite Gipfel mit dem über anderen thronenden Watzmann sowie eisige Minusgrade empfingen die diesjährigen Berchtesgaden-Fahrt-Teilnehmer. Umso wärmer begrüßte die knapp 100 Schülerinnen und Schüler die Herbergsmutter, Andrea Kecht, im Buchenhaus in Schönau am Königssee. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern sorgte sie über die gesamte Zeit für das Wohlergehen ihrer Gäste.

Noch bevor der Skiunterricht am Mittwoch begann, machten sich die Fritzlarer am ersten Tag zu einer Erkundungstour auf. Die knapp 13 Kilometer lange Wanderung, während der mehrere spektakuläre Bilder entstanden, führte durch den Ramsauer Zauberwald zum Hintersee und endete im Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ in Berchtesgaden. Von den Mühen des Tages war jedoch nach dem Abendessen bei keinem etwas zu merken, sodass entweder im hauseigenen Schwimmbad oder in der Turnhalle oder bei gemeinschaftlichen Spielen weiter getobt wurde.

Die nächsten fünf Tage verbrachten die Kinder auf der Piste. Während die Anfänger am Obersalzberg ihre ersten „Schritte“ in den gewöhnungsbedürftigen Boots auf Skiern machten, erkundeten die Fortgeschrittenen das Skigebiet in mehreren Abfahrten. Unter den wachsamen Augen und der Anleitung der (Ski)Lehrerinnen und Lehrer meisterten die Ersteren das Schneepflugfahren, drehten mehrere Kurven und lernten, mit unterschiedlichen Skiliften umzugehen. Nebenbei erfuhren die stets aufmerksamen Skilehrlinge, dass hinter der „Bockwurst“, von der einer der Skilehrer wiederholt sprach, sich kein unbekannter Fachbegriff aus dem Wintersport verbarg, sondern im bayrischen Dialekt (wenn man ganz genau hinhörte) die ermunternde Frage „Packen wir es?“ stand.

Nach drei Tagen fleißiger Übung auf den Pisten wussten alle, dass das Hinfallen genauso dazu gehört wie die schnellen Erfolge auf den Skiern. Und so konnte die Gruppe an den letzen zwei Tagen in einem anderen Skigebiet das neu Gelernte unter Beweis stellen und ihre Fähigkeiten weiter perfektionieren: das parallele Fahren mit beiden Brettern und den Stockeinsatz. Die krönende Abfahrt vom 1307 Meter hohen Götschenkopf erfüllte die jungen Skifahrerinnen und –fahrer zurecht mit Stolz und Freude.

An den Abenden wurde getanzt, gemeinschaftlich gespielt, die Kletterwand erklommen, geschwommen und musiziert. Ein Highlight stellten die Vorführungen der am Tag gedrehten Kurzvideos dar. Die großartige Atmosphäre überschattete zwar einen Moment lang ein lästiger Virus. Dieser klang jedoch bei den meisten Betroffenen rasch ab, sodass auch sie nach einer kurzen Pause den Skikurs wieder aufnehmen konnten. Um die temporären Nicht-Skifahrer kümmerten sich fürsorglich Frau Behrens und Frau Franken-Neske; die Wanderungen u.a. zum Königssee und in der Umgebung beschleunigten die Genesung.

Die Fahrt schloss mit einem Besuch in Salzburg ab. Das dortige Naturkunde- und technische Museum „Haus der Natur“ begeisterte nicht nur die Naturliebhaber. Am letzten Abend, nachdem das Skiequipment wieder ordentlich im Herbergskeller verstaut worden war, erhielten die neuen (fast) Skiprofis zum Abschluss des Lehrgangs ihre Urkunden und Medaillen. Der Refrain der inoffiziellen Wintersporthymne von Wolfgang Ambros ertönte dabei vergnügt aus alles Hälsen: „i wü', Schifoan, Schifoan, wow wow wow, Schifoan, weil Schifoan is des Leiwaundste, wos ma sich nur vurstelln kann“.

 

Cz

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